Bevor sich Univention für Kolab entschied, hat das Unternehmen verschiedene Linux-basierte Groupwarelösungen intensiv geprüft. Aus zwei Gründen fiel die Wahl auf Kolab: Es verwendet viele Komponenten, die auch zur Architektur von UCS gehören, und unterstützt sowohl Windows- als auch Linux-basierte Groupware-Clients.
Das primäre Entwicklungsziel besteht darin, Kolab so passgenau in UCS einzubetten, dass alle Module reibungslos ineinander greifen und die Administrationsoberfläche von UCS zusätzlich Kolab verwaltet. Die Kooperation mit dem Kolab-Konsortium verschafft den Kunden von Univention die Gewissheit, beim 3rd-Level-Support auf den Hauptentwickler von Kolab zugreifen zu können. Das sichert das Kolab-Konsortium über eine Beteiligung an den UGS-Erlösen zu.
"Diese Vereinbarung ist ein weiterer Schritt für das Kolab-Konsortium, die Entwicklung der Groupware Kolab als Freie Software nachhaltig fortzuführen", sagt Bernhard Reiter, Sprecher des Kolab-Konsortiums.
Ähnlich sieht es Peter Ganten, Geschäftsführer von Univention: "Unsere Kunden brauchen zuverlässige Lösungen. Wir bauen ein Netzwerk auf, das diese Anforderungen erfüllt. So arbeiten wir ebenfalls eng mit dem südafrikanischen Softwarehersteller Radley Network Technologies zusammen, dessen Produkt Toltec Connector die Verbindung zwischen Kolab und Outlook herstellt."
Vielfalt und individuelle Bedürfnisse spielen aber für das Kolab-Konsortium und für Univention auch künftig die zentrale Rolle. So baut das Kolab-Konsortium seine Kooperationen aus, um die professionelle Nutzergemeinschaft weiter zu vergrößern, und Univention stellt weiterhin die verlässliche Einbindung von anderen Linux-Groupware-Lösungen in UCS sicher.
Univention Groupware Server, dessen Entwicklung die BIA Bremer Innovationsagentur fördert, erscheint voraussichtlich im vierten Quartal2005.